Turbo-Internet kommt nach Aalen

In Zusammenarbeit mit der Stadt und den Stadtwerken Aalen plant die Telekom einen Netzausbau mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s im Vorwahlbereich 07361. Durch VDSL wird es möglich zu telefonieren, zu surfen und fernzusehen aus einer Hand.

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Gute Nachrichten für alle, die noch schneller im Internet surfen wollen: Die Telekom baut ihr Netz in Aalen ab Frühling 2013 weiter aus. Möglich wird der Ausbau, weil die Stadt in größerem Umfang Leerrohre zur Anmietung bereitstellen kann. Dadurch sinken die Kosten für den notwendigen Tiefbau maßgeblich. Künftig werden in Aalen Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zur Verfügung stehen. Knapp 200 Verteilerkästen werden mit VDSL-Technik (Very High Speed Digital Subscriber Line) ausgestattet oder neu aufgestellt. Darüber hinaus wird Glasfaser flächendeckend neu verlegt.

Mit dem Engagement der Telekom im Ausbaugebiet gleicht sich das Versorgungsniveau in der Kernstadt den teils schon besser angebundenen Ortsteilen an. So sind Ebnat und Waldhausen sehr gut versorgt, in Fachsenfeld und Dewangen erfolgt der Ausbau kurzfristig. Alle Bereiche mit der Vorwahl 07361 sind ohnehin Teil des Ausbaubereichs der Telekom.

„Ein schneller Internetzugang ist heute für Privat- und Geschäftsleute unverzichtbar“, sagt Oberbürgermeister Martin Gerlach „Wir freuen uns deshalb, dass es uns gelungen ist, mit der Telekom eine Vereinbarung zu schließen, die VDSL in unsere Stadt bringt. Aalen wird damit als Wohnort und größter Wirtschaftsstandort der Region noch attraktiver und seiner zentralen Rolle gerecht.“ Der Bundestagsabgeordnete von Aalen, Roderich Kiesewetter, der in vielen Briefen und Gesprächen mit der Deutschen Telekom für das Projekt geworben hatte, ergänzt: „Der Ausbau des Telekomnetzes bedeutet eine große Bereicherung für unsere Region und eine notwendige Stärkung des ländlichen Raums. Aalen ist damit eine bundesweite Speerspitze der neuen Strategie der Telekom zum Ausbau des Glasfasernetzes.“
© Stadt Aalen, 19.02.2013
Der Ausbau in Aalen ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive „Integrierte Netz-Strategie“: Bis Ende 2015 wird das Unternehmen rund zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur in Deutschland investieren und damit Millionen von Haushalten schnellere Internet-Anschlüsse bieten. „Aalen ist ein gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, gemeinsam schnelles Internet in eine Stadt zu holen", sagt Andreas Lischka, Glasfaser-Programmleiter Telekom Deutschland. „Durch die Anmietung der bestehenden Infrastruktur konnten wir die Kosten neu berechnen und eine tragfähige Lösung finden. Wir hoffen, dass das Modell Aalen Schule macht und wir weitere Städte in dieser Weise ausbauen können." Über das VDSL-Netz können die Bürgerinnen und Bürger von Aalen in Zukunft nicht nur mit hoher Geschwindigkeit im Internet surfen und telefonieren, sondern auch fernsehen. Mit „Entertain“, dem TV-Angebot der Telekom, haben die Kunden Zugang zu rund einhundertvierzig TV-Sendern - viele davon in HD-Qualität. Auch zeitversetztes Fernsehen ist möglich: Laufende Sendungen können per Knopfdruck unterbrochen und anschließend an der selben Stelle fortgesetzt werden. Außerdem haben Entertain-Kunden Zugriff auf rund zwanzigtausend Kino- und TV-Highlights in der Onlinevideothek und dem TV-Archiv. $(text:b:Wofür VDSL benötigt wird)$ Die Breitbandtechnologie VDSL unterscheidet sich vom klassischen DSL (Digital Subscriber Line) mit Geschwindigkeiten von bis zu 16 MBit/s durch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL kann derzeit eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s beim Herunterladen und 10 MBit/s beim Hochladen erreicht werden. In weiteren Ausbauschritten sind noch höhere Geschwindigkeiten möglich. Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und selbst für das Herunterladen von Mediendateien wie etwa MP3-Musiktiteln reichen die gängigen DSL-Geschwindigkeiten aus. Aber der Hunger nach immer schnelleren Internetverbindungen ist ungebrochen und wird in den nächsten Jahren sogar weiter zunehmen. Mit dem jetzt vereinbarten Ausbau ist sichergestellt, dass Aalen Teil der digitalen Zukunft ist.