In Teilen des Ostalbkreises kam es letztes Jahr zu einer starken Verbreitung des Eichenprozessionsspinners (EPS). Besonders betroffen war auch das Stadtgebiet Aalen. Am 8. Mai findet die Befliegung gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners statt.
Der Befliegungstermin ist abhängig von Witterung, Eichenaustrieb und Larvenentwicklung. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) hat am 6. Mai grünes Licht gegeben, dass die Voraussetzungen für eine Befliegung vorliegen. Aufgrund aktueller Wetterprognosen findet die Befliegung nun am Freitag, 8. Mai statt. Der Hubschraubereinsatz startet im Stadtgebiet Aalen gegen 15 Uhr und endet voraussichtlich gegen 18 Uhr.
Als Sicherheitsvorkehrung werden die behandelten Waldflächen am 8. Mai ganztägig gesperrt. Im Befliegungsbereich dürfen sich keine Personen aufhalten. Die ausgeschilderten Sperrungen und Hinweisschilder sowie die Anweisungen der Sperrposten sind zu beachten. Es kommt außerdem zu kurzfristigen Straßensperrungen von wenigen Minuten. Ebenso gesperrt werden muss die Zufahrt zur Deponie Ellert, voraussichtlich für rund 30 Minuten im Zeitraum zwischen 17 und 18.30 Uhr. Anlieferer werden gebeten, dies bei ihrer Planung zu berücksichtigen.
In Aalen reichen die Maßnahmenflächen im Bereich Rohrwang und Mönchsbuch teilweise bis unmittelbar an die Bebauung und öffentliche Einrichtungen heran. Dies ist notwendig, um den weiteren Eintrag von EPS-Brennhaaren in die Siedlungsbereiche nach besten Kräften zu verhindern.
Die Befliegung beginnt gegen 15 Uhr und endet voraussichtlich gegen 18 Uhr. Im Stadtgebiet Aalen müssen für die Zeit der Befliegung neben der B 29 (Westumgehung) weitere Straßen jeweils für fünf bis zehn Minuten gesperrt werden.
Folgende Sicherheitsvorkehrungen sind zu beachten:
• Im Befliegungsbereich und innerhalb eines Abstandes von mindestens 20 Metern dürfen sich keine Personen aufhalten. Durch den Rotordruck können Äste oder Zweige herabfallen.
• Fenster und Türen angrenzender Gebäude müssen während des Fluges und ca. zehn Minuten danach geschlossen bleiben. Dies gilt auch für das Ostalb-Klinikum Aalen.
• Behandelte öffentliche Wald- und Grünflächen sowie eine umgrenzende Zone von mindestens 20 Metern Breite dürfen bis zwölf Stunden nach der Behandlung nicht betreten werden.
• Privatflächen, z.B. Gärten, dürfen unmittelbar nach Antrocknen des Sprühbelags wieder betreten werden.
• Der Waldfriedhof ist am 8. Mai geschlossen.
• Im Umfeld der Befliegungsflächen besteht Parkverbot auf öffentlichen Flächen unmittelbar an bzw. unter den zu behandelnden Eichen. Die obersten Parkdecks des Parkhauses Rohrwang und des Parkhauses Ostalb-Klinikum, der Parkplatz der Hochschule Aalen, die Parkflächen am Stadionweg und beim Waldfriedhof sind von morgens bis nach der Befliegung gesperrt. Der Stadionweg selbst ist am 8. Mai ab Uhr ganztägig gesperrt. Eine Zufahrt ist nur für Anrainer und Beerdigungsgäste möglich. Im ganzen Bereich wird es zu Parkplatzengpässen kommen. Es sollte auf andere Parkflächen ausgewichen werden.
Obwohl der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald in der Regel vermieden wird, stellt er ein individuell abzuwiegendes und rechtlich zulässiges Notfallinstrument dar. Im Sinne einer entsprechenden Güterabwägung haben die beteiligten Behörden entschieden, dass bestimmte Eichenwälder mit dem biologischen Biozid Foray ES bzw. dem Pflanzenschutzmittel Mimic vom Hubschrauber aus behandelt werden können. Die Auswahl der Waldflächen erfolgte unter fachkundiger Anleitung der FVA und in Abstimmung mit Wasser- und Naturschutzbehörden.
Die Landkreisverwaltung weist nochmals darauf hin, dass die eingesetzten Sprühmittel, dies sind das Biozid Foray ES mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis ssp. kurstaki und das Pflanzenschutzmittel Mimic mit dem Wirkstoff Tebufenozid, als für Menschen unschädlich eingestuft sind. Auch sind für beide Präparate keine schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien und Fische bekannt.
Die Besprühung wird von einem sachkundigen und erfahrenen Hubschrauberpiloten durchgeführt. Der Hubschrauber fliegt dicht über den Eichen und bringt die Mittel in Wasser gelöst als Sprühnebel auf den Kronen aus. Der Sprühnebel ist eine Wasser-Öl-Emulsion. Ausgebracht werden ca. fünf ml je m².
Karten der Behandlungsgebiete können unter www.ostalbkreis.de/wald in der Rubrik „Eichenprozessionsspinner“ eingesehen werden.
Weitere Informationen zu den geplanten Maßnahmen sind unter folgendem Link zu finden.