Aalener interessiert an Elektroautos

Anlässlich der Veranstaltung „Tag und Nacht Hochschule Aalen“ überreichte Prof. Dr. Anna Nagl den Ergebnisbericht des „Innovativen Projekts GreenOstalb“ an Wolfgang Weiß, den Leiter Wirtschaftsförderung der Stadt Aalen. Die Aalener Bevölkerung nutzte in diesem Zusammenhang rege die Gelegenheit Elektroautos Probe zu fahren.

Green Ostalb - Ergebnisbereicht zu Elektroautos vorgestellt
Green Ostalb - Ergebnisbereicht zu Elektroautos vorgestellt (© Hochschule Aalen)

Elektroautos haben bei der Aalener Bevölkerung gute Karten. In einer großen Umfrage der Stadt und der Hochschule Aalen sagte jeder vierte, er ziehe aus ökologischen Gründen ein Elektroauto in Betracht. Jeder zweite fährt maximal 25 Kilometer zur Arbeit. Für diese Gruppe wäre ein Elektroauto alltagstauglich.

Die Umfrage ist Teil des Forschungsprojekts „GreenOstalb“. Prof. Dr. Anna Nagl und ihr Team untersuchen, ob sich Elektroautos auch als Zwischenspeicher für überschüssigen Solarstrom nutzen lassen, und ob sich dies für Autobesitzer rechnet.

Viele der Befragten würden ihr Elektroauto mit ökologisch sauberen und günstigen Solarstrom vom eigenen Dach laden. Das wäre einfach: An jedem zweiten Stellplatz gibt es heute schon eine Steckdose. Damit ließen sich Elektroautos beladen und der „geparkte“ Solarstrom ließe sich später wieder ins Netz einspeisen. Im Auto verbliebe immer so viel Strom, dass es für die tägliche Wegstrecke reicht.

Das würde sich auch rechnen: Ein Haushalt, der über eine 7,5 kWp PV-Anlage verfügt, kann an 240 Tagen im Jahr 4 kWh elektrische Energie zwischenspeichern und in der Nacht zurückspeisen. Über einen Zeitraum von 15 Jahren könnten so mehr als 4.000 € Stromkosten eingespart werden. Ein Teil dieser Einsparungen wird benötigt, um die Mehrkosten einer rückspeisefähigen Ladestation zu decken. Neben dem Einsparpotenzial bei den Stromkosten wird durch die Erhöhung des Eigen-nutzungsanteils des Solarstroms der Autarkiegrad des Haushalts erhöht, das Stromnetz entlastet und somit zum Gelingen der Energiewende beigetragen.

Rückfragen zum Forschungsprojekt:
Prof. Dr. Anna Nagl
Leitung Innovatives Projekt/Kooperationsprojekt „Geschäftsmodelle GREENOSTALB“
Hochschule Aalen
Beethovenstr. 1
73430 Aalen

Telefon: +49 175 50 23 23 9
Fax: +49 7361 576 44 4601
Mail: anna.nagl@hs-aalen.de
www.green-ostalb.de

© Stadt Aalen, 07.05.2015