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C. F. D. Schubart auf der Bühne und im Wirtshaus

Mit Liedern, Lesungen und Theaterszenen widmeten sich das Theater der Stadt Aalen und die Schubart-Gesellschaft am 20. Oktober dem Thema Krieg und Soldatenhandel. Im Januar 2027 geht die Beschäftigung mit Christian Friedrich Daniel Schubart weiter: Die Reihe „Schubart im Wirtshaus“ stellt den Dichter diesmal als scharfzüngigen Journalisten vor.

Auf dem Bild sind (v. l.): Robert Bärwald, Prof. Dr. Barbara Potthast, Valeria Prautsch, Gabriel Fortunas, Elia Anschein, Rudolf Guckelsberger und Tonio Kleinknecht zu sehen.
Gestalteten den Abend ?Der Krieg und seine Geschäfte? (v. l.): Robert Bärwald, Prof. Dr. Barbara Potthast, Valeria Prautsch, Gabriel Fortunas, Elia Anschein, Rudolf Guckelsberger und Tonio Kleinknecht. (© Stadt Aalen)

Im Mittelpunkt des Abends „Der Krieg und seine Geschäfte“ im Alten Rathaus stand Schubarts „Kaplied“. Das Programm verband seine Lieder mit Szenen aus Kleists „Der zerbrochene Krug“ und Schillers „Kabale und Liebe“, Erinnerungen des Söldners Ulrich Bräker sowie Versen von Logau und Heine. Dabei kamen unterschiedliche Perspektiven zur Sprache: die der Soldaten und ihrer zurückbleibenden Familien, des Deserteurs und des kritischen Dichters.

Prof. Dr. Barbara Potthast und Tonio Kleinknecht führten durch den Abend. Rudolf Guckelsberger las die Texte, Gabriel Fortunas und Robert Bärwald interpretierten Schubarts Lieder. Elia Anschein und Valeria Prautsch gestalteten die Theaterszenen.

Das Zusammenspiel von Literatur, Musik und Schauspiel zeigte, wie absolutistische Herrscher ihre Landeskinder als Söldner verkauften und welche Folgen dies für die Betroffenen hatte: den Verlust von Heimat und Gesundheit, vielfach auch des eigenen Lebens. Zugleich warf der Abend Fragen nach Macht, Verantwortung und dem Geschäft mit dem Krieg auf, die bis heute aktuell sind.

Schubart im Wirtshaus: Der Journalist im Mittelpunkt

Am Mittwoch, 13. und Mittwoch, 20. Januar 2027, jeweils um 18.30 Uhr, lädt die Schubart-Gesellschaft gemeinsam mit dem Kultur- und Presseamt und dem Theater der Stadt Aalen zu „Schubart im Wirtshaus“ in die Aalener Bierhalle ein.

Der Veranstaltungsort ist eng mit Schubarts Leben verbunden: Die heutige Bierhalle liegt neben seinem Elternhaus und gegenüber der Stadtkirche. Schon Schubart selbst kehrte hier gerne ein. Die Reihe stellt den Dichter, Musiker und Herrschaftskritiker des 18. Jahrhunderts jedes Jahr im Januar mit wechselnden Schwerpunkten vor.

Diesmal steht sein journalistisches Wirken im Mittelpunkt. Mit seiner „Deutschen Chronik“ erreichte Schubart viele Menschen. Er schrieb pointiert, meinungsstark und kritisch gegenüber den Herrschenden. Herzog Carl Eugen fürchtete die publizistische Wirkung der Zeitschrift. Wie deutlich Schubart Stellung bezog, zeigte sich etwa in seiner Kritik am Soldatenhandel. Daran knüpft „Schubart im Wirtshaus“ an und stellt den streitbaren Publizisten in geselliger Runde vor.

INFO

Karten für „Schubart im Wirtshaus“ sind bei der Tourist-Information Aalen, Reichsstädter Straße 1, Telefon 07361 52-2358, per E-Mail an tourist-info@aalen.de sowie unter www.reservix.de erhältlich.

PNr. 681/2026

© Stadt Aalen, 27.10.2026