Auch in Aalen sind die Folgen des Klimawandels spürbar. Die Hitzewellen der vergangenen Sommer sowie die lang anhaltende Trockenheit in diesem Jahr haben bei vielen Bäumen im Stadtgebiet Schäden hinterlassen. Deshalb müssen ab Mitte Oktober 79 Bäume gefällt werden. Ersatzpflanzungen sind ab Frühjahr 2027 vorgesehen.
Die betroffenen Bäume leiden unter einer unzureichenden Versorgung, die zu vermehrtem Totholz in den Kronen geführt hat. Neben den Folgen der Trockenheit ist das Eschentriebsterben weiterhin eine Ursache für notwendige Fällungen. Pilzbefall kann die Stabilität der Bäume beeinträchtigen und stärkere Rückschnitte oder Fällungen erforderlich machen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. An möglichst allen betroffenen Standorten sollen neue Bäume gepflanzt werden.
Die vergangenen Trocken- und Hitzeperioden zeigen, wie sich die veränderten klimatischen Bedingungen auf den Baumbestand auswirken. Besonders an Standorten mit wenig Wurzelraum, verdichteten Böden oder versiegelten Flächen geraten Bäume schneller unter Trocken- und Hitzestress. Umso wichtiger sind regelmäßige Kontrollen und eine fachgerechte Pflege. Ziel der Stadt ist es, gesunde und standsichere Bäume möglichst lange zu erhalten und dort zu handeln, wo die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist.
Zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und für eine attraktivere Stadt pflanzt die Stadt jedes Jahr zusätzliche Bäume im gesamten Stadtgebiet. Über das städtische Baumpflanzprogramm wurden in den vergangenen Jahren bereits mehr als 1.000 neue Bäume gepflanzt. Zudem wird derzeit ein Klimawandelanpassungskonzept erarbeitet. Der Erhalt bestehender Bäume und neue Pflanzungen tragen dazu bei, Aalen auch unter veränderten klimatischen Bedingungen lebenswert zu gestalten.
PNr. 643/2026