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Neue Infoplakette macht Geschichte des Remonte-Areals sichtbar

Schülerinnen und Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums haben die Vergangenheit ihres Schulgeländes gemeinsam mit dem Stadtarchiv aufgearbeitet.

Auf dem Bild sind Zwei Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums gemeinsam mit Oberbürgermeister Frederick Brütting, THG-Schulleiter Dr. Christoph Hatscher und Professor Ulrich Holzbaur vom Geschichtsverein zu sehen, die die neue Infoplakette zur Geschichte des Remonte-Areals enthüllen, zu sehen.
Zwei Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums enthüllten gemeinsam mit Oberbürgermeister Frederick Brütting, THG-Schulleiter Dr. Christoph Hatscher und Professor Ulrich Holzbaur vom Geschichtsverein die neue Infoplakette zur Geschichte des Remonte-Areals. (© THG)

Am Freitag, 24. Juli, enthüllte Oberbürgermeister Frederick Brütting an der Skulptur „Reiter und Remonte“ am Theodor-Heuss-Gymnasium  eine neue Infoplakette. Sie erinnert an die wechselvolle Geschichte des heutigen Schulgeländes und ordnet das lange Zeit wenig beachtete Denkmal historisch ein.

Brütting mahnte, Geschichte nicht als abgeschlossen zu betrachten. Die neue Plakette stelle den notwendigen historischen Zusammenhang her und verändere damit auch die Wahrnehmung der Skulptur. Aus einem ursprünglich kriegsverherrlichenden Zeugnis werde ein Mahnmal, das vor Krieg, Nationalismus und völkischer Ideologie warne.

Brütting dankte allen, die an dem gemeinsamen Projekt mitgewirkt haben. Dazu gehören neben den beteiligten Schülerinnen und Schülern Schulleiter Dr. Christoph Hatscher, Angelika Münch, Lehrer Christian Müller, Stadtarchivar Dr. Georg Feuerbach und Grafiker Michael Lenz.

Die Inhalte der Plakette erarbeiteten Schülerinnen und Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums gemeinsam mit dem Stadtarchiv. Zwei der beteiligten Schüler stellten die Ergebnisse bei der Enthüllung vor. Sie berichteten, dass es besonders spannend gewesen sei, sich intensiv mit der Vergangenheit des eigenen Schulgeländes auseinanderzusetzen.

THG-Schulleiter Dr. Christoph Hatscher begrüßte die Gäste, darunter auch den Rektor der benachbarten Uhland-Realschule, Gerd Steinke. Er hob die enge Verbindung der beiden Schulen im Remonte-Schulzentrum hervor. Das Theodor-Heuss-Gymnasium und die Uhland-Realschule bilden heute einen gemeinsamen, zentral gelegenen Bildungscampus.

Unterstützt wurde das Vorhaben durch den Förderverein des THG und den Geschichtsverein Aalen. Das Grünflächenamt und der Geschichtsverein legten unter Mitwirkung von Professor Ulrich Holzbaur zudem einen Zugang zur Skulptur und zur Infoplakette an. Dadurch ist auch der kleine Grünraum rund um das Denkmal künftig besser zugänglich.

INFO

Das Areal wurde zunächst von den Aalwerken genutzt. Im Jahr 1935 errichtete die Wehrmacht dort eine Wehrkreis-Reit- und Fahrschule. Der Begriff „Remonte“ bezeichnete Pferde, die für den militärischen Einsatz ausgebildet wurden. Von der Eröffnung im Jahr 1936 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden auf dem weitläufigen Gelände jährlich rund 300 Pferde und Reiter ausgebildet.

Nach Kriegsende dienten die Gebäude zunächst als Unterkunft für Geflüchtete und Heimatvertriebene. Ab den 1960er-Jahren entwickelte die Stadt das Gelände zum Schulzentrum. 1964 zog die Uhlandschule in frühere Gebäude der Remonte ein, 1965 wurde das Theodor-Heuss-Gymnasium eröffnet.

PNr. 487/2026

© Stadt Aalen, 28.07.2026