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Sieben neue Stolpersteine werden in Aalen verlegt

Am Freitag, 9. Oktober, werden vormittags sieben Stolpersteine für die hiesigen Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Erstmals werden dabei auch im Stadtbezirk Unterkochen zwei Stolpersteine gesetzt.

Bei der fünften Stolpersteinverlegung in Aalen werden am Freitag, 9. Oktober, sieben neue Steine für Opfer des Nationalsozialismus gesetzt. Die Verlegungen finden zwischen 9 und 11.30 Uhr statt. Oberbürgermeister Frederick Brütting spricht gegen 11 Uhr bei der zentralen Abschlussveranstaltung am Regenbaum in der Beinstraße über die Bedeutung der Stolpersteine für die Aalener Erinnerungskultur.

Die ersten beiden Steine werden um 9 Uhr in Unterkochen verlegt. Vor dem Haus Heidenheimer Straße 1 erinnern Vertreter der Stolpersteininitiative an das Ehepaar Dr. Rudolf und Irene Schreiber. Außerdem sprechen Ortsvorsteher Hans Peter Stütz sowie Schülerinnen und Schüler der Kocherburgschule. Es sind die ersten Stolpersteine im Stadtbezirk Unterkochen.
Anschließend führt die Verlegung zu fünf weiteren Orten in der Kernstadt. Ein kleines Shuttle steht für die Gäste zur Verfügung. Darüber hinaus wird um die Bildung von Fahrgemeinschaften gebeten. Das dezentrale Mahnmal des Künstlers Gunter Demnig wächst damit in Aalen weiter.

Weitere Stationen am Freitag, 9. Oktober 

 

  • Gegen 9.45 Uhr, Saumweg 9: Anton Knödler, der von den Nationalsozialisten als „asozial“ verfolgt wurde.
  • Gegen 10 Uhr, Oesterleinstraße 6/1: Anna Katharina Kollmannthaler, die wegen ihrer geistigen Behinderung ermordet wurde. Dort spricht auch Sabine Heidrich, Bürgermeisterin von Kollmannthalers Geburtsort Neuler.
  • Gegen 10.30 Uhr, Bahnhofstraße 14: Max Pfeffer.
  • Gegen 10.40 Uhr, Bahnhofstraße 18: Alfred Biermann.
  • Gegen 10.50 Uhr, Beinstraße 22: der kommunistische Widerstandskämpfer Peter Kasper.
  • Gegen 11 Uhr, Regenbaum, Beinstraße 11: zentrale Abschlussveranstaltung mit Oberbürgermeister Frederick Brütting. Der Deutsch-Ukrainische Chor unter der Leitung von Viktoriya Mogylevska begleitet die Veranstaltung musikalisch.

 

 

Vortrag im Evangelischen Gemeindehaus

Ein Schwerpunkt des diesjährigen Gedenkens gilt Menschen, die von den Nationalsozialisten als „asozial“ stigmatisiert wurden. Über das Leben seines Großvaters Anton Knödler spricht Harald Hahn aus Berlin um 19 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Friedhofstraße 5. Die Teilnahme ist kostenlos.

PNr. 604/2026

© Stadt Aalen, 29.09.2026